Elektroenzephalografie (EEG)

Die Elektroenzephalografie (EEG) ist eine diagnostische Methode zur Messung der elektrischen Hirnströme, um krankhafte Veränderungen der elektrischen Hirnaktivität zu erkennen oder zu lokalisieren.

Am häufigsten wird ein EEG bei Epilepsie oder bei Neigung zu Krampfanfällen angewendet. Veränderungen in der EEG-Aufnahme können auch Hinweise auf Entzündungen im Hirn oder auf stoffwechselbedingte oder lokale Störungen im Hirn wie Schlaganfall, Tumor etc. liefern.

Mittels Elektrodenplättchen, die am Kopf befestigt sind, können elektrische Impulse des Gehirns ("Gehirnströme") aufgezeichnet werden.

Der Arzt beurteilt die Hirnstromwellen anhand ihrer Frequenz, Wellenhöhe (Amplitude), Steilheit und Lokalisation auf der Hirnoberfläche. Wichtig ist auch die Verteilung (Symmetrie und Asymmetrie) zwischen den beiden Hirnhälften.

Eine Routine-EEG-Ableitung dauert ungefähr 30 Minuten und ist vollkommen schmerzfrei.

Indikationen

_ Verdacht auf Epilepsie

_ Verlaufskontrolle bei bekannter Epilepsie

_ Bewusstseins- und Hirnleistungsstörungen (Verdacht auf eine demenzielle Erkrankung)

_ Schlafstörungen

_ Kopfschmerz-Syndrome

_ u.a.